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Migrantinnen und Migranten sind häufig Gegenstand der Medienberichterstattung, nehmen aber selbst kaum an Sendungen teil, gestalten selten Beiträge und sind meist nicht Urheber von Informationen. Kletterwand Foto: (c) Gustav WöhrmannDiese strukturell bedingte Ausgrenzung sehen die berlinerNachrichten  als eine Ursache für das klischeehafte Zerrbild, das die Medien vor allem von muslimischen Einwanderern zeichnen und vermitteln. Dagegen kann die mediale Repräsentation kultureller Hybridität ein geeignete Mittel sein, um Migrantengruppen gesellschaftliche Partizipaton zu ermöglichen und ethnische Stereotypen wie die Kriminalisierung von Muslimen als islamische Extremisten und Fundamentalisten aufzulösen. Aus diesem Grunde werden die berlinerNachrichten eine Kinder- und Jugendredaktion gründen. Für weitere Information wenden Sie sich bitte an die Redaktion der Berliner Nachrichten  weiter
Partizipation mit Kindern und Jugendlichen
Beteiligung macht Sinn, weil (wenn) Kinder und Jugendliche als Experten in eigener Sache ernst genommen werden. Dass Kinder und Jugendliche selbst am besten wissen, was sie wollen und brauchen, ist eine Leitidee für die Beteiligung. Sie sind Experten in eigener Sache. Aufwändige Fehlplanungen können vermieden werden, wenn man die befragt, die es betrifft - in diesem Fall Kinder und Jugendliche. Vorausgesetzt, Erwachsene hören ihnen zu, nehmen sie ernst, unterstützen sie bei der Suche nach Lösungen und bieten vielleicht sogar noch Möglichkeiten, bei der Realisierung selbst mit Hand anzulegen.
Beteiligung macht Sinn, weil (wenn) sie zum Dialog der Generationen anstiftet. Demokratie lebt vom gelungenen Interessenausgleich. Bislang sind die jüngsten Bewohnerinnen und Bewohner unserer Gesellschaft in der Kommune strukturell benachteiligt: Jede andere Interessengruppe kann für sich und meist auch von sich aus Lobbyarbeit in eigener Sache leisten, sich zumindest über Wahlen artikulieren. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren (in manchen Kommunen bis 16 Jahren) können das nicht. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf vielen verschiedenen Ebenen scheint deshalb das Gebot der Stunde, da sich nur so die Interessen der Noch-nicht-Wahlberechtigten in den demokratischen Prozess einbringen lassen. Gelingen kann Beteiligung jedoch nur, wenn dabei der Interessenausgleich mit anderen nicht zu kurz kommt. Beteiligungsprozesse mit Kindern und Jugendlichen müssen deshalb immer auch zum Dialog der Generationen anstiften, bei dem jeder Lernender und Lehrender zugleich ist. Kinder und Jugendliche stecken dabei mit ihrer kreativen Lösungskompetenz an. Sie beleben demokratische Meinungsbildungsprozesse, suchen die ehrliche Auseinandersetzung, lassen sich nicht mit Ausreden abspeisen, wollen Rückmeldungen auf ihre Ideen und Vorschläge. Erwachsene sollten sich die Gestaltungslust, das schöpferische Potential, die Kommunikationsbereitschaft und den oft erstaunlichen Realitätsbezug der jungen Generation nicht entgehen lassen.
Beteiligung macht Sinn, weil sie ein Recht der Kinder und Jugendlichen ist. Kinder sind von Beginn an Einwohnerinnen und Einwohner. Ob es neben stark formalisierten - schon für Erwachsene schwer verständlichen - Bürgerbeteiligungsverfahren eigene für Kinder, Jugendliche und ihre Familien braucht, darüber streiten sich Experten und Expertinnen, Kommunen und Länder. In einigen Kommunen werden ausgefeilte Partizipationsverfahren (die übrigens häufig auch Erwachsenen zu gute kommen!) bereits mit beträchtlichem Erfolg praktiziert, in anderen Städten und Gemeinden wird vorsichtig ausprobiert, wo und wie sich Kinder an Stadtplanung und -gestaltung beteiligen lassen.
Beteiligung macht Sinn, wenn sie von Erwachsenen professionell begleitet wird. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erfordert in erster Linie ein Umdenken von Erwachsenen. Dabei spielt die "Haltung" der Erwachsenen gegenüber Kindern eine ganz wichtige Rolle. Wenn wir sie nur beteiligen, weil es "angesagt" ist - quasi als Mittel zum Zweck, ohne innerliche Bejahung des Prozesses, ohne sie wirklich wertzuschätzen -, dann spüren das die Kinder und Jugendlichen. Im günstigsten Fall verweigern sie sich "nur". Familienhandbuch (IFP). Im Forum können Sie zu Beteiligung und Partizipation Ihre Meinung zur Diskussion stellen. weiter

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